Tatort Gehirn: bei den Science Busters

Gepostet von meta-physik am Donnerstag 13 Mai 2010

Science Busters - Werner Gruber, Martin Puntigam und Heinz OberhummerDie Science Busters sind laut Eigendefinition „die sexiest Science-Boygroup der Welt“ – vielleicht einfach nur weil es nicht sehr viele davon gibt. Zwei der Mitglieder sprechen normalerweise im Hörsaal vor Studenten, die ihnen reichlich Respekt zollen.

Nicht so der dritte in der Runde, der Kabarettist Martin Puntigam, der, wenn er Schüler wäre, für die Fragen und Bemerkungen wahrscheinlich stundenlang im Winkerl stehen müsste und mindestens ebensoviel Zeit beim Direktor verbringen würde. Nicht so im Rabenhof. Dort kriegt er für seine despektierlichen Bemerkungen auch noch Applaus.

Aber nicht nur er. Das Publikum goutiert auch, wenn der *theoretische* Physiker Heinz Oberhummer ein Experiment macht. Ein Experiment! Früher noch zog der *Experimentalphysiker* Werner Gruber (Vorsicht, wenn der ein Experiment macht, krachts gewaltig!) bei diesen Gelegenheiten hilfreich und eifrig die Schutzwände herbei. Man weiß ja nie.

Der Ablauf des Experiments: Heinz Oberhummer zeigt, warum ein Butterbrot auf die gute Seite fällt, und in weitererer Folge, wie einfach man selbiges vermeiden kann (einfach einen zweiten Tisch auf den ersten draufstellen und auf diesem frühstücken – na bitte, geht doch.)

Bei „Tatort Gehirn“ erfährt man allerhand, was man vielleicht gar nicht wissen will, zum Beispiel, dass das männliche Gehirn beim S** so aktiv ist wie sonst nie. (Aha! Deshalb werden Geschäftsabschlüsse immer in Bordellen gemacht!) Dagegen schaltet sich bei den Damen ein Zentrum nach dem anderen ab (deshalb gehen sie bei Geschäftstreffen in Bordellen so ungern mit? Nur eine Vermutung.)

A propos Gehirnaktivität. An einem Punkt wird Werner Gruber so ernst wie sonst nie: „Das ist mir sehr wichtig!“ Viele Formen der Demenz sind in Wirklichkeit keine, sondern „nur“ Flüssigkeitsmangel! Wer ständig zuwenig trinkt, dessen Gehirn ist regelrecht verschrumpelt. Daher: wenn jemand Anzeichen von Demenz zeigt, zur Sicherheit mal zwei Wochen lang mehr zu trinken geben. Womöglich funktioniert das Gehirn dann wieder.

Ein weiterer nützlicher Hinweis: wenn bei einer Flugreise Ihr Sitznachbar eine Portion Mehl und ein Feuerzeug auspackt, sollten Sie die Stewardess kontaktieren. Mit Mehl kann man ein Flugzeug zum Absturz bringen, meint Werner Gruber (übrigens das prominenteste Nacktscannermodel Europas), und bei kaum einer Kontrolle würde selbiges aus dem Gepäck gefischt werden.

Zum Thema Aliens: Heinz Oberhummer hat eine Wette laufen, dass demnächst welche entdeckt werden. Liebe Aliens, bitte enttäuscht ihn nicht. Werner Gruber beantwortet Martin Puntigams Frage: „Wird der Erstkontakt ähnlich laufen wie in „Independence Day“? mit „Nur wenn die Aliens ein Ego-Problem haben.“ Aha, beruhigend. Das heißt, wenn sie uns überlegen sind, läuft das ungefähr so wie unsere Kommunikation mit den Mitgliedern einer Ameisenstraße?

Und nun zur Lernaufgabe: wie rottet man als an Bodenschätzen interessierter Alien die Menschheit aus? Brachial: mit einem Virus, dessen Lebenszeit zwischen Ebola und AIDS liegt. Gefinkelt: man rottet die Bienen aus. Zirka 7 Jahre später sterben auch die Menschen aus (bis dahin könnten sie mit gebunkerten Lebensmitteln überleben.)

Trotz der nicht gerade preiswerten Karten ist praktisch jede Vorstellung der Science Busters ausverkauft. Wenn Sie Pech haben und keine Karten mehr ergattern: hier gibts jede Menge unterhaltsame Podcasts zu aktuellen Themen!

Wer Heinz Oberhummer live erleben möchte, hat dazu Gelegenheit bei der Woche der freien Bildung – am Mittwoch, 19. Mai, von 17-18h im Resselpark.

Ein Kommentar zu “Tatort Gehirn: bei den Science Busters”

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