Blog-Teleskop #51
So schnell kanns gehen – eben erst hat Florian Freistetter die Idee Weltraumblogs zu vernetzen in die Tat umgesetzt, und schon gibts 50 Blog-Teleskope zum Durchgucken! Mir bleibt die Ehre, das 51. zu justieren. Mehr …
Werbeagentur meta-physik e.U.
So schnell kanns gehen – eben erst hat Florian Freistetter die Idee Weltraumblogs zu vernetzen in die Tat umgesetzt, und schon gibts 50 Blog-Teleskope zum Durchgucken! Mir bleibt die Ehre, das 51. zu justieren. Mehr …
Wenn Sie ein Buch mit umfassender Einführung über Astronomie suchen, kaufen Sie lieber ein anderes. Obwohl Sie nicht wenig über den Aufbau des Universums erfahren werden, wenn auch in völlig anderer Form als in anderen Büchern zum Thema. Nicht einmal bei seinem Wissensgebiet kann der Autor ernst bleiben – und doch ist ihm alles, was er in diesem Buch schreibt und vermittelt, offenbar mehr als ernst.
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Zwei Themen lassen die Wogen hochgehen: Herschel und Planck (das läuft gut) und CERN (das läuft schlecht). Daneben wird gerade zum allerletzten Mal das Hubble-Weltraumteleskop gewartet (immerhin).
Update 18. Mai, 16h: Sieg! CERN-Austritt ist Geschichte! Mehr …
Diese Frage beschäftigte schon Heinrich Wilhelm Olbers. Wenn man in einen Wald hineinblickt, sieht man – vorausgesetzt der Wald ist groß genug – in alle Richtungen Bäume und nirgendwo eine Lücke. Eigentlich müsste man, wenn man ins Universum hinausblickt, in jede Richtung einen Sten sehen, und dann wäre der Nachthimmel nicht dunkel, sondern hell.
Kennen Sie die Antwort? Wie gut finden Sie sich im Universum zurecht? Testen Sie Ihr Wissen! Nur 12 Fragen – aber die haben’s in sich. Ich sag’s ganz ehrlich: beim Rechenbeispiel hab ich geraten (zum Glück richtig
)
Jedes Jahr dasselbe: kaum hat das Jahr endlich begonnen, ist es auch schon wieder vorüber. Diesmal beginnt nicht irgendein neues Jahr, sondern das Jahr der Astronomie.
Das muss gefeiert werden! Zumindest in jenen Kreisen, in denen die Astronomie noch nicht mit Astrologie verwechselt wird… Mehr …
Wer dieses Blog regelmäßig liest, wird bemerkt haben, dass die Beiträge hauptsächlich dem Weltraum und meinem Angebot als Werbeberaterin zu tun haben. Regeln, vor allem selbst aufgestellte, sind dazu da, um gebrochen zu werden, daher: Now about something completely different. Mehr …
Sternfreunden braucht man nicht extra erklären, warum man die Nacht dunkel halten sollte. Sie selbst sind diejenigen, die sich das wünschen, um nächtelang schwache, kaum sichtbare Objekte zu beobachten, was beim Rest der Bevölkerung mitunter gutmütiges Kopfschütteln hervorruft. Ganz klar: bei aufgehelltem Himmel sieht man keine Sterne. Aber deswegen so einen Wirbel machen? Das finden die meisten Leute schon ein wenig überzogen.
Warum also sollte man die Nacht dunkel halten, oder anders ausgedrückt: Lichtverschmutzung vermeiden? Darüber diskutierten Experten aus ganz Europa am 22. und 23. August im Rahmen des 8. Europäischen Symposiums zum Schutz des Nachthimmels auf der Kuffner-Sternwarte. Hochkarätige Vortragende aus ganz Europa legten ihre Argumente zu diesem Thema dar.
Großen Teilen der Bevölkerung ist die Problematik nicht einmal ansatzweise bekannt. Licht vermittelt gefühlsmäßige Sicherheit, ermöglicht höhere Produktivität und macht unternehmungslustig. Licht wird nicht als störend oder gar als “Verschmutzung” empfunden. Nachtschwärmer tauchen immer tiefer in die Nacht ein, der physische Tag-Nacht-Rhythmus scheint bedeutungslos geworden zu sein. Die Realität heute lebender Menschen sind zumeist dämmrige Tage, die in künstlich beleuchteten Räumen verbracht werden, und taghell erleuchtete Nächte. Ortsübliche Straßenbeleuchtung wird als zu dunkel empfunden, weil wir von Geschäftsstraßen gleißende Auslagenbeleuchtung gewöhnt sind, die uns andernorts fehlt.
Die Problematik fehlenden Tageslichts ist mittlerweile zumindest teilweise bekannt. Wir brauchen Tageslicht für die Produktion von Vitamin D, und bestimmte Arten von Depressionen werden mit aufwändigen Lichttherapien behandelt. Vielen Menschen ist die Notwendigkeit sich im Tageslicht aufzuhalten bewusst. Praktisch unbekannt weil neu ist jedoch die Erkenntnis, dass zuviel Licht in der Nacht ebenfalls gesundheitsschädlich ist. Mehr …
Was finde ich da auf meinem virtuellen Grundstück? Ein Blog-Teleskop! Also gleich mal gucken was sich so tut in der Bloggerszene:
Es vergeht noch waaaaaaahnsinnig viel Zeit, bis es beginnt, aber wir kennen die Falle: plötzlich ist es da, und keiner weiß wie das kam. Nein, ich spreche nicht von Weihnachten (das kommt ja auch jedes Jahr völlig unvorhergesehen und überraschend), sondern vom Internationalen Jahr der Astronomie 2009. Aktuell gab es eine Diskussion zur Namensgebung (”Jahr der Kartoffel”) und eine Idee, eine S-Bahn in einen Teilchenbeschleuniger umzufunktionieren. Manche werden begeistert sein – dazu später mehr. Mehr …
Der 10. Mai ist der Astronomie gewidmet. Während in Wien viele Leute mit anderen Dingen beschäftigt sind (zum Beispiel mit dem Einweihen einer U-Bahn-Strecke, die pünktlich zur (censored) EM zum Stadion führt), wenden sich Astronomen verstärkt an die Öffentlichkeit, um Laien die Faszination des Himmels und des Weltalls näher zu bringen. Und das nicht nur in Österreich, sondern auch in anderen Ländern (siehe http://nightsky.jpl.nasa.gov, www.astroleague.org). >>Hier finden Sie eine Liste der geplanten Veranstaltungen.
Einer nicht auszurottenden Mär zufolge wurden im Mittelalter Hexen verbrannt, was zum Glück in der Neuzeit ein Ende nahm. Ganz so war es nicht.
Ihren Höhepunkt erlebte die Hexenverfolgung in Europa 1550-1650 – also weit in der Neuzeit, die letzten Hexenverbrennungen in Europa fanden im 18. Jahrhundert statt. Mehr …
Diese Frage kann man nur eindeutig mit “ja” beantworten. Aber bevor es jetzt zu Missverständnissen kommt, möchte ich erklären, auf welche Art und Weise. Menschen beobachten den Nachthimmel. Würden sie es auch tun, wenn dort keine Sterne zu sehen wären, sondern – wie beispielsweise auf Titan – immer nur eine dichte Wolkensuppe? Glauben Sie mir, Wolken können Himmelsbeobachter zur Verzweiflung bringen. Aber nur, weil sie wissen, wie der Himmel ohne Wolken aussieht! Mehr …
Da ich mich schon lange mit Astronomie beschäftige, ist für mich klar, dass es auch Amateurastronomen gibt, so wie jeden Tag die Sonne aufgeht (geozentrisch gesehen) und der Strom aus der Steckdose kommt (wollen wir das nicht weiter diskutieren). Klopft man den Begriff “Amateurastronomen” bei Google in die Suchmaske, findet sich zuoberst ein Wikipedia-Eintrag und darunter seitenweise Links zu astronomischen Vereinen. Es gibt sie also nicht nur, sie sind auch noch bestens organisiert und “vernetzt“. Mehr …
Ich will ja nicht behaupten, dass früher alles besser war. Außerdem, was ist “besser” – über Geschmack kann man bekanntlich nicht streiten. Ich will also etwas erwähnen, was früher gut war. Früher gab es nur sehr wenige Bücher über Astronomie (an sich schlecht). Das waren Bücher zum Lesen, mit Text und so. Wenige Bilder, wenn überhaupt. Ich hab sie trotzdem tonnenweise aus der Bücherei nach Hause geschleppt und verschlungen.
Dass in jüngster Zeit jährlich mehrere Bücher pro Jahr zum Thema Astronomie erscheinen, sollte mich eigentlich freuen. Tut es auch, irgendwie. Trotzdem… es sind viele Bilder drin in diesen Büchern, und natürlich schöne Bilder, denn Bilderer aus dem Universum sind immer schön (finde ich). Mit dem Text ist es allerdings meist nicht weit her. Ich empfinde die meisten dieser Bücher als gedruckte Videoclips, besonders Bücher für Kinder.
Das war früher vielleicht nicht besser, aber anders. Mein erstes Kinderbuch über Astronomie, das ich mit 9 Jahren gelesen habe, hieß “Petra lernt den Himmel kennen”, und zu Dreikönig habe ich ein Exemplar davon geschenkt bekommen, antiquarisch. Die Bilder waren wunderbar vertraut. Ich musste es gleich nochmal lesen – der auffallendste Unterschied war für mich, dass es keine Aneinanderreihung von Information enthält, sondern eine Geschichte. Sie gefällt mir immer noch. Ich wünsche mir, dass in Zukunft wieder (mehr) solche Bücher geschrieben werden.