Blogteleskop #83

Gepostet von meta-physik am Sonntag 4 September 2011

Eigentlich war nicht geplant, dass ich so bald wieder ein Blogteleskop justiere, aber unverhofft kommt im Universum oft. Also bittesehr: Blogteleskop #83, fertig zum Durchgucken. Und ich beginne mal wieder von hinten (ihr wisst ja, ich mag Listen, die ich systematisch abarbeiten kann) auf Florian Freistetters alphabetischer Aufzählung.

Blogteleskop #82 steht bei Pictures of the Sky, Blogteleskop #84 wird in 2 Wochen aufgestellt.

Lasst mich ausnahmsweise zwei Blogs listen, die normalerweise nicht beobachtet werden: Observatorium Roque de los Muchachos

Im Misoskop berichtet Andreas Habicher über die Burggespräche des Orion (mit Video, an dem mehrere Erwachsene und Kinder gearbeitet haben). Fotos gibts hier, ein weiteres Video hier. Nächstes Jahr gibts wieder Burggespräche auf Schloss Albrechtsberg, und zwar vom 10.-12. August 2012 (Anmeldungen gerne und jederzeit; Kosten: nur eine relativ niedrige Burgmiete und Verpflegung).

Oliver Dreissigacker beschreibt in Universum einen wertvollen Planeten. Warum wertvoll? Weil er aus Diamant besteht. Glauben die Astronomen zumindest. Außerdem ist er eigentlich ein Stern. Ein ehemaliger. A propos Sterne. Manche Sterne gibts, die gibts gar nicht.

Susanne Hoffmann beschreibt auf ihrem Blog Uhura Uraniae die Forschungseinrichtung für Astrophysik in Potsdam – die erste der Welt. Davor gab es nur Institute für Astronomie. Einer der größten Refraktoren der Welt ist hier zu bewundern.

(Zwischenbemerkung: die Blogs, bei denen seit 21. August keine neuen Beiträge erschienen sind, lasse ich kommentarlos aus.)

Bei Solscape weist Olaf Prause auf eine Simulation der Entstehung der Milchstraße hin.

Ausgiebig wie immer Daniel Fischers Blog Skyweek Zwei Punkt Null: Das JWST wird teurer (autsch!), in Gedenken an Vicco von Bülow gibts den Sketch „Der Astronaut“ zu sehen, das ArXiv ist 20 Jahre alt, es gibt neue, hübsche, bunte Bilder aus Vestas Umlaufbahn, der LHC jagt das Higgs-Teilchen, in M101 explodiert eine Supernova – im kosmischen Hinterhof sozusagen, ein paar kompakt zusammengefasste Nachrichten aus der Raumfahrt, gefolgt von 11 sehenswerten Bildern vor einer wohlverdienten Urlaubspause.

Relativ Kritisch berichtet über Widerstand, der sich rund um den LHC formiert – die Deppen geben einfach keine Ruhe. Zu diesem Artikel gibt es übrigens mehr Kommentare als Text. Lustig. Unkommentiert ist ein Beitrag über das Wissensbuch des Jahres 2011.

Markus Pössel empfiehlt auf seinem Blog Relativ Einfach ein Buch über Supernovae und Gammablitze.

Auf dem Blog des Österreichischen Weltraum Forums ist nachzulesen, wie man mit Ballonen spricht, über Passepartout und wie er die Welt sah, sowie ein bisschen Allgemeines über Ballone, wie man Briefe mit einer Rakete verschickt und das schwierige Innenleben eines Raumanzugs.

Stefan Taube (Lichtecho) berichtet über einen Tag auf der (Volks)Sternwarte.

In Jens‘ Blog über den Winter am Südpol ist über einen Airdrop nachzulesen – benötigte Medikamente wurden aus der Luft abgeworfen, zusammen mit den teuersten Orangen der Welt.

Jan Hattenbach schreibt in den Himmelslichtern über einen Riesenplaneten, der Europa verfinstert (den Mond, nicht den Kontinent, was habt ihr gedacht), über die Supernova in der kosmischen Nachbarschaft, über die Schwierigkeit bei Spiegel Online, Qualitätsjournalismus zu betreiben und über den Kometen Elenin, der kaputtging.

Die Supernova in M101 beschäftigt auch das Heuchelheimer Himmelsfähnchen.

Wenn eine Progress die Umlaufbahn nicht erreicht, ist das eine mittlere Katastrophe, besonders wenn kurz zuvor das Shuttleprogramm eingestellt wurde, und es auch nicht der erste Fehlstart in Serie ist, berichtet Michael Khan in Go for Launch.

Bei Final Frontier berichtet Matthias Meier über das Mead-Paradox und das mangelnde Interesse an der Venus, das dieser Planet nicht verdient hat.

Andreas Müller fragt in Einsteins Kosmos, woher wir kommen (das wollen wir doch alle wissen, oder?)

Spannend auch die DLR-Blogs: Ralf Faller berichtet über PRISMA, das wieder an das schwedische Kontrollzentrum übergeben wurde, und Henning Krause rezensiert ein Buch zur Frage, warum der Mond zu- und abnimmt.

Im Astronomieschulblog (das eine neue Adresse hat) berichtet Oliver Debus über den Old Rocketman 2011 (scheint eine nette Veranstaltung gewesen zu sein, kleine Anregung: wer sind all die Leute auf den Fotos?)

Astromarco Marco Peuschel beschreibt in seinem Blog, was es im September am Himmel zu sehen gibt.

Viel zu lesen gibt es auf dem Blog von Astrofan 80 Andreas Schnabel: über die Supernova in M101, den Weltuntergang, der mal wieder verschoben wurde (uff!), den Sternenhimmel im September und das 12. Herzberger Teleskoptreffen.

Und noch mehr bei Florian Freistetters Blog Astrodicticum Simplex: Raumschiff Enterprise, präsentiert als hohe Literatur, ein Update über Niribu oder Niburu oder wie das Teil heißt (Achtung: Deppenalarm), die Position und Helligkeit des Planeten X am Himmel (also doch???), ein reumütiges Plädoyer für Sterne, Milchstraße, Wolken, Blitze und Sternschnuppen, zimmerwarme Braune Zwerge, einen Ausflugstipp zum Planetenweg von Bad Schlema, Erdbeben und andere Unpässlichkeiten, schon wieder eine neue zweite Erde, Deprimierendes über Beiträge bei GEO (Achtung: Deppenalarm), Nordlichter (schööööön!), den Stern, der sich in einen Planeten aus Diamant verwandelt hat (das ist bitte ernst zu nehmen), LHC-Kritik in einem scheinbaren Qualitätsmedium (Achtung: Deppenalarm), Irene und die Rache der Dinosaurier, den geplatzten Weltuntergang, Salzburger Aliens (Achtung: Deppenalarm) zusammen mit der Bitte an Kommentatoren, nichts „strafrechtlich Relevantes“ zu schreiben (har har!), wie man einen Asteroiden fängt (und wozu), den Stern, den es nicht geben dürfte, Wissenschafts-Blogcharts (ja, sowas gibts), und wie man durch’s Sonnensystem scrollt. (Ich äußere erneut Zweifel, ob Florian menschlich ist. Sag schon: wer sind deine Ghostwriter???)

Wolfgang Dzieran berichtet im Astroblog Bad Lippspringe, wie der Sternenhimmel im September aussieht und kündigt eine Planetenweg-Wanderung an.

Frank Leiter (Asterythms) schreibt über ei Gewitter (nein, ich hab keinen Buchstaben vergessen) und (einer mehr) über die Supernova in Nachbars Garten.

Eugen (Astra) Reichl schreibt über keinen Fortschritt im Weltraum. Generell macht er sich rar, aber nur scheinbar. Wie ich aus gut informierten Kreisen erfahren habe, bereitet er Space 2012 vor. Darauf dürfen wir uns freuen, verzeihen wir ihm also seine spärlichen, aber durchaus qualitätsvollen Wortspenden.

Meine eigenen Beiträge beschreibe ich in Blogteleskopen an sich nicht, aber diesmal ausnahmsweise, weil es ein Thema ist, das mir sehr am Herzen liegt. Ich bin einen Monat lang zu Fuß ins Büro gegangen. Das habe ich zwar auch früher schon oft gemacht, aber im August habe ich darüber gebloggt. Um zu zeigen, dass es nicht nur möglich ist, sondern sogar Spaß macht. Man kommt zu Fuß weiter, als man glaubt, mit Geduld und Ausdauer sogar in die Umlaufbahn.

Damit schönen Tag euch allen! Eure @meta_physik

(PS: wer schon immer mal wissen wollte, wie ich zu diesem Namen komme: es ist ein Bastelspiel mit M, P und H, den Initialen meines Namens.)

https://twitter.com/#!/astroflux

Ein Kommentar zu “Blogteleskop #83”

  1. Oliver Debus

    Tolle Übersicht.
    Wer all die Leute auf den Bildern sind? Wüßte ich auch zugerne. Aber ich kann gerne mal die Namen der Leute ergänzen, die ich kenne.
    Ansonsten merke ich mal wieder, wie schnell die Zeit vergeht.

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